• Respektvolles Reisen zu indigenen Völkern

    Posted on Oktober 24, 2012 by in Alle Artikel, Entwicklungen und Trends

     

    Die Zeitschrift GEO beschreibt in einem Online-Artikel die Problematik, die für indigene Völker durch das Bedürfnis der Touristen nach authentischem und von Abenteuer geprägtem Urlaub entsteht.

    Weltweit gibt es auch heute noch zahlreiche indigene Völker, die unentdeckt und von der restlichen Welt isoliert leben und leben möchten. Allerdings zeichnet sich im Moment im Tourismus ein Trend dahingehend ab, dass Touristen aufgrund Ihrer Entdeckerlust diese Art von Lebensweise gerne um jeden Preis hautnah erleben möchten und dadurch bisweilen das Bedürfnis der Völker nach völliger Abgeschiedenheit missachten. Für beide Seiten ist dieses Verhalten nicht ganz ungefährlich: Die Indigenen sind der Gefahr ausgesetzt, sich mit Erregern zu infizieren, für die ihr Immunsystem nicht ausgelegt ist und die Touristen sehen sich unter Umständen mit Reaktionen der gewaltsamen Notwehr konfrontiert.

    Allerdings ist es nicht völlig ausgeschlossen, dass Leben indigener Völker hautnah zu erleben -  solange man einige Regeln beachtet: Hierbei geht es in erster Linie um die Zustimmung und das Öffnen der Völker gegenüber dem Tourismus und natürlich um das respektvolle Verhalten vor Ort. Hier empfiehlt sich vorab eine eingehende Recherche auf den Seiten des Reiseanbieters, der jeweiligen Regierung und vor allem bei Organisationen wie Survival und TourismWatch. Leicht erkennen lässt sich eine vorliegende Zustimmung der Völker vor allem an zwei Kriterien: Führen die Mitglieder des Volkes die Reisen selber durch und profitieren sie als Gemeinschaft von den Projekten?

    Einige Reiseanbieter ermöglichen so z.B. das einwöchige Zusammenleben mit einer Familie eines indigenen Volkes, inklusive verschiedener Touren in andere Dörfer und dem Erleben verschiedener Traditionen. Der Vorteil dieser mit Zustimmung des indigenen Volkes organisierten Reisen ist, dass die Völker selber entschieden dürfen, wie weit sie sich den Touristen gegenüber öffnen.

    Vollständiger Artikel: hier