• GfK ermittelt mehr umweltbewusste Reisende

    Posted on Juni 28, 2013 by in Alle Artikel, Studien

     

    NNZ-Online berichtet über die Ergebnisse des GfK Global Green Index 2013, welche aufzeigen, dass Deutsche seit dem Vorjahr umweltbewusster reisen, alternative Energieerzeugung allerdings eher kritisch betrachten.

    Der GfK Global Green Index ist eine seit 2011 regelmäßig durchgeführte Verbraucherbefragung des größten deutschen Markforschungsinstituts, der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und dem GfK Verein. Im Fokus der Befragung liegt die Ermittlung des Umweltbewusstseins in sieben zentralen Dimensionen Deutschlands und der Welt:

    1)      Konsum und Produktion
    2)      Energieversorgung
    3)      Abfall/Recycling
    4)      Energie im Haushalt
    5)      Mobilität
    6)      Tourismus
    7)      Engagement für Umweltschutz

    Bei Erhebung des GfK Global Green Index 2013 kam heraus, dass Reisende ihre Urlaubsziele 4% häufiger nach dem Kriterium Umweltfreundlichkeit wählen als noch im Vorjahr (2011: 18%). Insgesamt gut 30% dieser 4% gehen einen Schritt weiter und umgehen sogar Flugreisen, trotz eventuell attraktiver Preise. Im Vergleich zum Vorjahr  sind dies 10 Prozentpunkte mehr (2011: 20%). Insgesamt steigt die Tendenz, dass Jugendliche und Studenten sich bei ihren Reisen an Umweltaspekten orientieren. Die größte Gruppe umweltbewusster Touristen stellt jedoch die ältere Generation dar.

    Doch nicht nur auf Reisen gibt die deutsche Bevölkerung sich umweltbewusster. Rund 20 Prozent der Befragten gaben an, bei Umweltschutzprojekten in der eigenen Region aktiv mitzuhelfen. Auch hier zeigen sich wieder Unterschiede im Alter: Während die ältere Generation eher finanziell unterstützt, vorwiegend Naturschutzvereine wie den WWF oder Greenpeace, gehen Jugendliche zwischen 14 und 24 Jahren aktiver vor und beteiligen sich durch Aktionen. Jeder fünfte Bürger über 50 Jahren ist bereit regelmäßig für Umweltschutzorganisationen spenden.

    Bei der Erfassung des Bekanntheitsgrades der Vereine wurde Greenpeace mit 95 Prozent besonders häufig genannt. Den WWF und den deutschen Tierschutzbund kannten ebenfalls viele der Befragten (jeweils ca. 70 Prozent). Die Deutschen sind darüber hinaus der Meinung, dass die Organisationen grundsätzlich einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Die Qualität der Umweltbedingungen in Deutschland und das Engagement für Umweltschutz im Vergleich zu anderen Ländern betrachten außerdem viele als vorbildlich.

    Die Ergebnisse des Befragungsbereichs zum Thema Energieversorgung zeigen auf, dass die Mehrzahl der Deutschen gegen Kernkraftwerke ist. Begründung für diese Einstellung sind die Entsorgungsprobleme. Trotz der ablehnenden Haltung akzeptieren jedoch nur wenige den Ausbau von neuen Stromnetzen und Windanlagen, Tendenz sinkend. So gaben nur 61 Prozent der Befragten an, den Bau von Windanlagen zur Erzeugung von ökologischem Strom nahe dem eigenen Wohnort zu akzeptieren. Damit ist ein Rückgang von gut 10 Prozent im Vergleich zu 2011 zu verzeichnen. Weiterhin wird der verstärkte Ausbau der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien von weniger als der Hälfte der Bundesbürger unterstützt.

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    GfK Global Green Index: hier