• Tourismustag: “Verantwortung macht keinen Urlaub”

    Posted on Januar 30, 2014 by in Alle Artikel, Diskussionen, Nachrichten

     

    Unter dieser Überschrift hielt Prof. Dr. Harald Zeiss auf dem Tourismustag der Tourismus Marketing Baden-Württemberg (TMBW) einen Vortrag zur Nachhaltigkeit im Tourismus. Anhand von Praxisbeispielen der TUI Deutschland zeigte er die Entwicklung vom Umweltschutz zur Nachhaltigkeit bei Deutschlands größtem Reiseveranstalter auf.

    Der Tourismus ist in besonderem Maße auf eine intakte Natur angewiesen. Als erster deutscher Reiseveranstalter richtete die TUI Anfang der 90er Jahre ein eigenes Umweltmanagement, unter Leitung von Dr. Michael Iwand, ein. Den Anstoß gab eine illegale Müllkippe auf den Kanaren. Eine TUI Gästebefragung zeigte, dass Abfall und Verkehr, Autos sowie Abgase die größten Probleme aus Sicht der Urlauber darstellen. Grund genug für das Unternehmen durch Maßnahmen in den Zielgebieten gemeinsam Veränderungen anzustoßen, um den Urlaub weiterhin zu einem unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen. Heute existiert das Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement seit über 20 Jahren. Seit 2004 wird es außerdem in einem jährlich erscheinenden Umweltbericht festgehalten.

    Aufgrund des erfolgreichen Nachhaltigkeitsmanagements der TUI wurde das Unternehmen zudem in verschiedenen Nachhaltigkeitsindices, z.B. im Dow Jones Sustainability Index oder im FTSE4Good, gelistet. Das Engagement setzt zudem durch die Partnerschaften mit der Nachhaltigkeitsinitiative Futouris, dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) und Ökoprofit fort. TUI ist sich bewusst, dass Umweltschutzmaßnahmen im Urlaubsland ein wichtiger Zufriedenheitstreiber für Gäste sind. Mit 6% tragen die Umwelt-Maßnahmen in Gastländern zu der Gesamtzufriedenheit bei und liegen damit noch vor dem Einfluss von Flug und Transfer vor Ort.

    TUI hat verstanden, dass ein nachhaltiges Engagement eine Chance für das Unternehmen darstellt. So können Kosten reduziert und neue Produkte geschaffen werden, was den Wettbewerb positiv beeinflusst. Zudem steigert das Engagement die Zufriedenheit der Mitarbeiter und die Reputation des Unternehmens. Im Fokus der Bemühungen stehen konkrete und messbare Maßnahmen. So ließ sich das Unternehmen am Standort Hannover erstmalig 2003 nach der international gültigen Norm für Umweltmanagementsysteme DIN ISO 14001 zertifizieren. Auch in Sachen Klimaschutz ist TUI aktiv. TUI bietet in enger Zusammenarbeit mit myclimate den Kunden die Möglichkeit, ihre CO2-Emissionen der Reise zu kompensieren. Außerdem werden alle Dienstflüge der Mitarbeiter kompensiert.

    Im Bereich Transport stehen die Maßnahmen bei TUIfly im Fokus. Das Unternehmen setzt bei allen Maßnahmen auf die Gewichtsreduzierung, um so Kosten und Ressourcen zu sparen. Hinzukommen eine neue Winglet-Technologie, die optimale Flugrouten- und Auslastungsplanung sowie Spritspar-Trainings. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Aufgrund diverser Maßnahmen, wurde der Kerosinverbrauch erheblich reduziert und beträgt derzeit 2,6 Liter pro Person und 100 Kilometer. Zum zweiten Mal in Folge platzierte sich TUIfly im atmosfair Airline Index auf einem Spitzenplatz.

    Auch im Bereich Hotel/Unterkunft sind eine Vielzahl an Maßnahmen erkennbar. Zu nennen sind hier die Auszeichnung besonders umweltfreundlicher Hotels als TUI Umwelt Champion und die Differenzierung der eigenen Hotels & Resorts als EcoResort. Auch die neuen Hotelkonzepte, allen voran Viverde Hotels, wurden nicht nur für eine neue Zielgruppe konzipiert, sondern setzen eine umweltbewusste Hotelführung in einer natürlichen Umgebung voraus. Das nachhaltige Engagement der TUI ist im Sustainable Holidays Plan verankert. Darin sind die Ziele festgelegt, die es bis Ende 2014 zu erreichen gilt. Hierzu zählen neben der Steigerung der Übernachtungen in zertifizierten Hotels, auch die weitere Reduzierung des Ressourcenverbrauchs entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Und nicht zuletzt sind es die Urlauber, die ein erfolgreiches Nachhaltigkeitsmanagement ausmachen. Ihr Verhalten im Urlaub und ihre Anforderungen bringen das Unternehmen voran.