• Ökotourismus in Ägypten

    Posted on Oktober 30, 2015 by in Alle Artikel, Entwicklungen und Trends

     

    Ägypten ist mit seiner Sonnengarantie und der einzigartigen Unterwasserwelt als Badedestination das ganze Jahr über beliebt und erfreut sich seit der ägyptischen Revolution 2011 wieder steigender Besucherzahlen. Doch Ägypten verfügt nicht nur über Sonne und Meer, sondern auch über 27 Naturschutzgebiete, von den drei Nationalparks sind. Diese ziehen seit einiger Zeit immer mehr Touristen an, die von den Massentourismusgebieten mit dem Bus in die Nationalparks gebracht werden. Dort können sich die Touristen zum Teil frei bewegen, was bereits zur Degradierung von Teilen der geschützten Gebiete geführt. Alternativen wie beispielsweise Ökotourismus, der auch die lokale Bevölkerung einbezieht, konnten sich bisher nicht durchsetzen.

    Einer dieser drei Nationalparks ist der Wadi-el-Gamal-Nationalpark südlich von Marsa Alam. Dieser bietet auf 7.000 Quadratkilometern Lebensraum für wilde Kamele, den nubischen Steinbock, die Dorkasgazelle sowie Seekühe, Delfine und Meeresschildkröten.

    Mit Hilfe von Mitteln des develoPPP.de-Programms des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) soll nun ein Projekt zur Förderung der touristischen Entwicklung gemäß strenger Ökotourismus-Standards im Wadi-El-Gamal Nationalpark finanziert werden. Es soll unter anderem das Besucherzentrum Instand gesetzt werden, welches von der Nationalparkbehörde in enger Zusammenarbeit mit dem ägyptischen Tourismusunternehmen Veronaland geführt werden soll. Zusätzlich ist geplant, dass die Touristen Eintrittsgebühren zahlen und auf geführten Touren, Wanderungen oder anderen Aktivitäten den Nationalpark und seine Tiere entdecken. In der Pufferzone des Parks wird des Weiteren ein Hotel mit 320 Beschäftigten von Veronaland betrieben.

    Die etwa 7.000 Beduinen, die in und um den Nationalpark leben, werden in die Aktivitäten eingebunden. Sie informieren die Touristen über die Geschichte und Kultur der Region. Im Besucherzentrum werden zudem lokal hergestellte, traditionelle Handwerkswaren verkauft.

     

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