Tropenholz made in Germany

 

Die meisten Menschen wissen gar nicht, wie viel Holz in Hotels verbaut wird. Vor allem im Außenbereich kommt der nachwachsende Rohstoff regelmäßig zum Einsatz und muss dort extremen Belastungen standhalten.

Sonne, Regen, Schnee und Wind zersetzen Holz genauso wie Pilze und Bakterien, die zwischen einem Stamm im Wald und einer Diele im Hotel nicht unterscheiden – zum Leidwesen der Hoteliers. Deshalb fällt beim Bau von Terrassen noch immer allzu oft die Wahl auf die Tropenhölzer Teak und Bangkirai, da diesen Hölzern  Wetter und Schädlinge kaum etwas anhaben können.

Meistens wird dieses Holz allerdings illegal in Urwäldern rund um den Äquator geschlagen und nur in wenigen Fällen kommt es aus nachhaltig bewirtschafteten Plantagen.

Jetzt gibt es jedoch eine urwaldfreundliche Alternative zu Tropenholz von der Firma Timura. Diese verwendet einheimische Hölzer wie Esche, Pappel, Fichte oder Buche. Alles stammt aus kontrollierter, deutscher Forstwirtschaft.

Timura schickt alle Bretter und Dielen in einen Ofen, der diese unter Vakuum sowohl mechanisch presst als auch mit Heißluft trocknet. Die Eigenschaften des Holzes verbessern sich, sodass diese genauso wetterfest werden wie die bewährten Tropenhölzer. Darüber hinaus erhalten die Hölzer eine sehr homogene Färbung und die Aufnahmemöglichkeit von Wasser reduziert sich deutlich.

Das von Timura behandelte Holz kann anschließend sowohl im Außenbereich (Terrassen, Fassaden), als auch – im Gegensatz zu anderem Thermoholz – im Innenraum (Dielen, Bohlen) verlegt werden. Diese Qualität hat jedoch auch ihren Preis, der höher ist als die Importware aus den Tropen. Kunden müssen mit Mehrkosten von ca. 10% rechnen – erhalten dafür aber ein gutes Gewissen gratis dazu.

Gezeigt wurde diese Innovation auf dem 4. Bestenzirkel im Naturresort Schindelbruch.