Niemand will mehr da arbeiten, wo andere Urlaub machen

VonHarald Zeiss

Niemand will mehr da arbeiten, wo andere Urlaub machen

Gutes Personal zu finden ist immer schwierig. Vor allem in der Tourismus-Branche, die viel von ihren Angestellten verlangt, und finanziell längst nicht so viel zu bieten hat wie andere Branchen. Doch im Tourismus zu arbeiten hatte viele Vorteile und ist seit Jahrzehnten der Traum von vielen Absolventinnen und Absolventen gewesen.

Die Realität hat die Beschäftigten in der Corona-Krise eingeholt. Kurzarbeit auf der einen und Überstunden wegen Umbuchungen, Stornos und Reklamationen auf der anderen Seite haben viele Mitarbeiter mürbe gemacht. Sie haben sich inzwischen neue Jobs gesucht bei denen die Arbeitsbedingungen besser und die Gehälter höher sind.

Niemand will mehr da arbeiten, wo andere Urlaub machen
Immer weniger Absolventen an den Hochschulen? In Zeiten von Corona musste selbst die feierliche Exmatrikulation digital erfolgen.

Gleichzeitig entschieden sich in den letzten drei Jahren immer weniger Abiturienten für eine Karriere im Tourismus. Darüber hinaus blieben auch viele Ausbildungsstellen bleiben unbesetzt. Auch an den Hochschulen hat sich die Zahl der Erstsemester in touristischen Studiengängen im Vergleich zu vor der Pandemie halbiert, sagt Harald Zeiss, Professor für Tourismusmanagement und Betriebswirtschaft an der Hochschule Harz in Wernigerode. Es erscheint, als habe die einst so prestigeträchtige Branche, die für Gastfreundschaft und Weltläufigkeit steht, ihren Glanz verloren.

Dazu schreibt auch die Süddeutsche Zeitung in ihrem Artikel zum Fachkräftemangel. Mehr dazu können Sie hier lesen.

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