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VonZeiss

Die 10 nachhaltigsten Destinationen

Dr. Edgell, ein amerikanischer Tourismusforscher, veröffentlicht jedes Jahr eine Liste der zehn besten und nachhaltigsten Tourismusdestinationen.

Hier sind die Kandidaten für das Jahr 2020.

Von diesen Listen mag man halten was man will, aber sie sind zumindest eine gute Inspiration und auch Best Practices zum nachahmen.

  1. Der Cayo-Distrikt in Belize ist ein fabelhaftes Ökotourismus-/Nachhaltigkeits-Tourismusziel, das unberührte Berge, herrliche Regenwälder, imposante Flüsse, exotische Wildtiere, Maya-Tempel, wunderbare Nationalparks und fantastische Möglichkeiten bietet, die reiche Geschichte, das Erbe und die Kultur der Region zu genießen.
  2. Neuseelands Tongariro-Nationalpark vereint die besten Kriterien für einen nachhaltigen Tourismus. Die Natur- und Kulturlandschaften, die schönen Berge, die vielfältigen Ökosysteme und die einzigartige Wildnis machen den Park zu einem idealen Ort für Fotosafaris, Wanderabenteuer und Naturausflüge.
  3. Andalusiens Sierra Nevada ist der größte Naturpark Spaniens mit herrlichen Bergen und schönen Küstenlinien, beeindruckenden Stränden, malerischen Bergdörfern und einer reichen Flora und Fauna innerhalb der Region. Das UNESCO-Biosphärenreservat erfüllt als ökologisches und naturtouristisches Reiseziel die Kriterien der Nachhaltigkeit.
  4. Prince Edward Island, Kanada, ist ein einzigartiges nachhaltiges Reiseziel, das sich durch seine Geschichte, sein Erbe und seine kulturellen Programmen auszeichnet. Etwa 60 Naturgebiete wurden zur Erhaltung und zum Schutz sensibler ökologischer Gebiete unter Schutz gestellt. Sie schützen die schönen Insellandschaften und die Vielfalt der Flora und Fauna.
  5. Dominica ist wahrlich der “Garten Eden” für Naturforscher und abenteuerlustige Reisende. Die Insel umfasst majestätische Berge, verlassene Küstenlinien, klare Flüsse, geothermische Quellen, und ein unglaubliches Grün auf der ganzen Insel. Darüber hinaus gibt es üppige Wälder und herrliche Wasserfälle sowie interessante kulturelle Attraktionen.
  6. Tasmanien, Australien ist ein ökologisch verantwortungsvolles Ökotourismusziel mit Schutzgebieten, die 42% seiner Landfläche bedecken. Dazu gehört der “Tahune Airwalk” hoch über der Wildnis mit Blick auf den Regenwald, wo man Vögel und andere einheimische Tiere beobachten kann.
  7. Die schottischen Highlands, Großbritannien, sind durchdrungen von Geschichte, Erbe, Kultur, fantastischen Landschaften und riesigen Wildnisgebiete. Bergketten, historische Burgen, wunderschöne Landschaften und spektakuläre Seen, einschließlich des weltberühmten “Loch Ness” stellen ein beeindruckendes nachhaltiges Reiseziel dar.
  8. Der Krüger-Nationalpark, Südafrika, ist ein riesiges Naturschutzgebiet mit einer unglaublichen Landschaft, und die Heimat von einer großen Vielfalt an Wildtieren, einschließlich der “Big Five”: Löwen, Leoparden, Elefanten, Büffel und Nashörner. Die Parkverwaltung ist bestrebt, die Schönheit zu erhalten und den natürlichen Lebensraum für die zahlreichen Tiere zu verbessern.
  9. Der UNESCO-zertifizierte Phong Nha-Ke Bang National Park, Vietnam, ist die Heimat von über 800 Wirbeltierarten, einschließlich des asiatischen Schwarzbären. Der Park hat auch die berühmte Son Doong Höhle, die größte Höhle der Welt, sowie andere spektakuläre Höhlen. Die Wälder im gesamten Park weisen eine große Anzahl seltener Flora und Fauna auf.
  10. Der Nationalpark Torres del Paine, Chile, ist ein UNESCO-Welt-Biosphärenreservat im chilenischen Patagonien, das im Grunde ein unberührtes Ökotourismusziel ist. Der Park bietet Vorzeigegletscher, wunderschöne Seen, malerische Flüsse, schneebedeckte Berge, eine lebendige Unterwasserwelt, unberührte Wildnis und eine geschützte Flora und Fauna.

Zur Information: David L. Edgell, Sr., Ph.D., emeritierter Professor der East Carolina University. Die Kriterien für die Nachhaltigkeit von Reisezielen basieren teilweise auf sechs Kriterien, die von der Initiative für nachhaltigen Tourismus von National Geographic (2002) und dem Buch Managing Sustainable Tourism (Edgell, 2020; Herausgeber: Routledge), Tourism Policy & Planning (Edgell & Swanson 2019; Herausgeber: Routledge) und persönlichen Besuchen in bestimmten Reisezielen entwickelt wurden.

VonZeiss

Was der Klimawandel für den Tourismus bedeutet

Der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen (englisch: Intergovernmental Panel on Climate Change, kurz: IPCC) kommt erneut zu dem Schluss: Der Klimawandel ist eine Tatsache und menschliche Aktivitäten, insbesondere der Ausstoß von Kohlendioxid, sind mit mindestens 90-prozentiger Sicherheit die Hauptursache dafür. Klimaveränderungen machen sich immer häufiger auf dem Planeten bemerkbar: Die Atmosphäre und die Ozeane erwärmen sich, Wälder stehen in Flammen, die Menge von Schnee, Gletschern und Eis sowie die damit bedeckte Fläche gehen zurück, die Meeresspiegel steigen, Wettermuster ändern sich.

Die Reisebranche wird Veränderungen in bis dato nicht bekanntem Tempo und Umfang zu verkraften haben

Die vom IPCC verwendeten Computermodelle für das Klima ergeben, dass die Klimaveränderungen im Laufe des 21. Jahrhunderts fortschreiten werden. Nehmen die Emissionen weiterhin so stark zu wie bisher, dann ist bis Ende des Jahrhunderts u.a. mit einem Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur um 2,6 bis 4,8 °C und der Meeresspiegel um 0,45 bis 0,82 Meter zu rechnen (verglichen mit dem heutigen Niveau), Wetterextreme wie Dürren oder Hitzewellen werden häufiger, so wie wir das bereits erleben.

Selbst wenn der Ausstoß von Treibhausgasen von einem Tag auf den anderen gestoppt würde, blieben die Temperaturen auf der Erde noch über Jahrhunderte erhöht.

Sachstandsbericht Intergovernmental Panel on Climate Change

Denn die bereits durch menschliche Aktivitäten freigesetzten Treibhausgase befinden sich weiterhin in der Atmosphäre und entfalten dort ihre Wirkung. CO2 kann über 1000 Jahre in der Atmosphäre stabil bleiben. Die Begrenzung eines weiteren Temperaturanstiegs erfordert daher eine deutliche und dauerhafte Verringerung der Treibhausgasemissionen.

Die Tourismusbranche gehört zu den größten Wirtschaftssektoren der Welt: Auf sie entfallen rund zehn Prozent der globalen Wirtschaftsleistung. Sie erzielt mehr als sechs Billionen US-Dollar Umsatz pro Jahr und bietet mehr als 255 Millionen Menschen eine Existenzgrundlage. Für einige der weltweit ärmsten Länder ist der Tourismus besonders wichtig, vor allem für manche kleine Inselstaaten.

Die Branche ist mit schwerwiegenden Auswirkungen des Klimawandels konfrontiert, die sich bereits heute bemerkbar machen.

Mit dem Temperaturanstieg werden viele Reiseziele an Attraktivität verlieren. An manchen Orten wird es schwieriger, Wintersport zu treiben. Der Küstentourismus ist extrem verwundbar durch den Anstieg der Meeresspiegel. Natürliche Anziehungspunkte, für die Millionen von Touristen teils weite Reisen unternehmen – Korallenriffe, Wälder und tierreiche Savannen –, werden geschädigt oder zerstört werden. Allein die Feuer in Australien haben fast 30 Menschen und mehr als eine Milliarde Tiere das Leben gekostet und vernichteten mehr als 600.000 Hektar Wald und Steppe. 

Daneben sieht sich die Branche allgemeineren Auswirkungen gegenüber: beispielsweise teureren Versicherungen (aufgrund extremeren Wetters), Wassermangel, geringerer Ernährungssicherheit sowie vermehrten Konflikten an manchen Destinationen.

In begrenztem Umfang wird der Klimawandel auch positive Auswirkungen haben.

Die Temperaturveränderungen werden neue Regionen für manche Touristen attraktiver machen, und es werden sich Chancen auftun für neue Arten des Tourismus. Zudem gibt es Möglichkeiten, sich dem veränderten Klima anzupassen. Doch die neuen Geschäftsgelegenheiten werden wahrscheinlich kurzlebig sein, und die Möglichkeiten zur Klimaanpassung sind begrenzt. Mehr noch, viele potenzielle Anpassungsmaßnahmen dürften später in diesem Jahrhundert vom Klimawandel ”überholt“ werden – insbesondere bei hohen Treibhausgasemissionen.

(Politische) Maßnahmen zur Minderung des Treibhausgasausstoßes werden die Tourismuswirtschaft direkt betreffen – erst recht angesichts des starken Wachstums ihrer Emissionen. 95 Prozent der Emissionen sind auf Verkehr und Gebäude zurückzuführen. Daher sind diese zwei Bereiche maßgeblich für das Klimaschutzpotenzial der Branche.

Mehr und vor allem detailliertere Informationen dazu gibt es hier.

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Prof. Zeiss bei Tagesthemen zum “Greta-Effekt”

Die Tagesthemen berichten über zunehmende Sensibilisierung bei Urlaubern zu Flugreisen. Prof. Dr. Harald Zeiss erklärt, ob ein Greta-Effekt zu erkennen ist.

VonZeiss

Overtourism im Interview

In Folge 3 des Radio Tourism Podcasts spricht Sabrina Gander mit ihrem Gast, Dr. Harald Zeiss, Professor für Tourismusmanagement an der Hochschule Harz, über das Phänomen Overtourism.

Welche Destinationen sind davon besonders betroffen und warum? Welche Probleme entstehen dadurch? Und gibt es bereits erfolgreiche Lösungsansätze?

Weitere kompetente Stimmen zu diesem Thema sind der Bürgermeister der Gemeinde Hallstatt (Österreich), Alexander Scheutz sowie der Deputy Mayor von Amsterdam, Udo Kock.